Holzlöffel-bauen

Mit dem eigenen Löffel schmeckt alles besser. Außerdem kann man dann in jeder Suppe eine kleine feine Note von Stolz schmecken, seinen eigenen Löffel gebaut zu haben. Nachfolgend will ich euch gern beschreiben, wie ihr euren eigenen Holzlöffel bauen könnt.

Im Umgang mit Messer und Feuer sollten ihr sicher sein oder euch von einem Erwachsenen helfen lassen, der mit Sicherheit auch keinen eigenen Holzlöffel hat. 😉

Material:

Benötigt wird ein Holzrohling, entweder aus einem 8-12 cm dicken Stamm, der mittig geteilt wird oder aus einem Kantholz. Als Holzsorten eignen sich alle ungiftigen Hölzer ohne Schwindrisse du Astlöcher. Je härter das Holz, desto haltbarer der Löffel, aber umso schwerer die Arbeit. Linde, Pappel, Ahornholz sind gut geeignet. Eiche, Buche und Olivenholz könnte man auch nehmen, wenn man etwas Dauerhafteres bauen möchte. Nicht zu empfehlen sind Nadelhölzer, weil die Suppe dann immer einen harzigen Beigeschmack haben kann. Finger weg von unbekannten oder giftigen Hölzern! Ist es mir nicht bekannt, lasse ich es weg, wir haben nur ein Leben und wollen es nicht an einen Holzlöffel verlieren! Robinie wäre so ein Kandidat, giftig in seiner Rinde, für Mensch und Tier.

Holzlöffel-selber-bauen-Gregor-Malschofsky-2016Ein gutes Taschenmesser, ein Bleistift und evtl. etwas Schleifpapier braucht ihr außerdem. Um Verbrennungen und Verletzungen vorzubeugen, lohnt es sich bei einigen Arbeitsschritten ein paar festere Arbeitshandschuhe anzuziehen. Außerdem braucht Ihr ein gutes Feuer um die benötigte Glut zu haben. Lein- oder Olivenöl und eine Schüssel braucht ihr außerdem.

 

  • Sucht euch euren Holzrohling aus und malt euch mit einem Bleistift die Form des Löffels vor. Achtet darauf, dass keine Astlöcher in dem Bereich eures Löffels liegen.

 

  • Nehmt euch ein Stück Glut, welche ihr mit einem Stöckchen aufdrückt und schafft euch durch pusten eine Löffelmulde, hier kann Hilfe von einem Erwachsenen erforderlich sein, achtet auf den Funkenflug. Handschuhe empfehlenswert,
  • Wichtig ist das die Löffelmulde in eurem angezeichneten Rand bleibt, um mehr Tiefe der Mulde zu erreichen, nehmt ihr einfach kleinere Glutstücken.

 

  • Ist eure Mulde tief genug, nehmt ihr einen scharfen Stein, Schleifpapier oder euer Taschenmesser, um die Mulde auszuhöhlen. Achtung nicht zu fest, sonst habt ihr einen Löffel mit Loch.

 

  • Anschließend ist behutsames Schnitzen gefragt, arbeitet euch vorsichtig die Mulde und den Stiel des Löffels heraus und ärgert euch nicht zu sehr, wenn etwas schiefgeht. Einfach noch einmal versuchen. Beim zweiten Mal seid ihr mit Garantie wesentlich besser, denn ihr habt ja bei dem ersten Löffel viel gelernt.

 

  • Wenn ihr mit eurem Löffel fertig seid, könnt ihr den Löffel noch ein paar Minuten in warmem Öl baden, damit er länger hält und schöner aussieht. Leinöl oder Olivenöl eignen sich hierbei.

 

  • Anschließend trocknet ihr euren Löffel ordentlich ab. Ihr könnt danach sofort losfuttern und den Löffel ausprobieren. Der Löffel härtet über die Zeit noch nach und kann immer wieder verwendet werden. An einer Schnur kann man sich den Löffel bei jedem Abenteuer um den Hals hängen. Der Löffel ist nicht spülmaschinenfest. 😉

Ein gutes Taschenmesser, dass ich jedem Schnitzanfänger empfehlen würde, ist das Spartan von Victorinox*. Wenn ihr kreative Ideen zum Schnitzen braucht, kann ich euch und euren Kindern nur die Bücher von Felix Immler, Werken mit dem Taschenmesser* und Outdoor mit dem Taschenmesser* empfehlen. Ich würde mich  freuen, eure Löffelgeschichte zu lesen oder vielleicht mal gemeinsam einen Holzlöffel oder anderes Besteck zu bauen. Fragen und Anregungen lese ich gern. Vielen Dank fürs lesen und liebe Grüße euer Gregor

 

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