Barfuß mit den sanften Bären Teil 1

Meine Erlebnisse bei der Fortbildung zum Wildnispädagogen

Ich möchte euch, lieben  Lesern, einen kurzen Einblick zu meinen Erlebnissen, vom ersten Modul der Wildnispädagogik geben.

Im September des letzten Jahres stieß ich bei der Suche nach einer Ausbildung zum Wildnispädagogen, auf das Team um Paul von der Wildnisschule Hoher Fläming. Die Beschreibung des Kurses sowie ein persönliches Gespräch mit Paul bei seinem Herbstfest 2016 gaben mir ein gutes Gefühl. Also buchte ich den Kurs und freute mich auf das erste Wochenende im April.

Jetzt wo ich einen Tag nach dem Wochenende auf der Couch liege und schreibe, merke ich schon wie schnell der Zauber des Wochenendes vom Alltag eingeholt wird. Aber dagegen kann ich zum Beispiel etwas tun, indem ich darüber schreibe. 😉

Donnerstag, 20.04.2017 – Pack(k)riese und was daraus wurde

Draußen war ich ja schon ein zwei mal, daher wusste ich ja was man alles einpacken muss. Denkste! Schon oft und auch diesmal passierte es, dass Massen an Ausrüstung in meinen Rucksack wanderten. Bei einem Wochenende braucht man sich ja keine Sorgen machen, dass ein Platzproblem entsteht. Wieder denkste. Am Ende waren es drei Rucksäcke in den Dimensionen 110 Liter, 35 Liter und 30 Liter sowie eine Umhängetasche mit Schreibmaterial, Laptop und weiteren Dingen aus dem Büro. Gut ich hätte mit dem Equipment locker eine weitere Person versorgen und eine Schulklasse unterrichten können, aber man weiß ja auch nie was so passieren kann. Tenguzelt-Gregor-weume-wildnispädagogik-2017

Die Anreise verlief gut, nachdem ich dann die richtige Adresse angesteuert hatte. Aber hey, als Orientierungsgenie kann man sich doch mal um neun Kilometer verhauen. Angekommen sollte erstmal das Zelt aufgebaut und etwas gegessen werden. Wenn Veranstaltungen mit Essen anfangen, sind sie bei mir ohnehin weiter oben in der Favoritenliste aufgehangen. Natürlich wurde draußen am Feuer gegessen.

So schnell, so tief war mir neu aber sehr angenehm. Ich habe eine Ahnung woran es lag.

Nach dem Essen kamen wir im Tipi zusammen, wo sich alle Teilnehmer im Kreis auf Bänke setzten und sich in bei einer Lagerfeuerrunde vorstellten. Die Lehrer arbeiteten mit der Methode des Talking Stick so das ein Jeder nacheinander an der Reihe war. Eröffnet wurde die Runde mit einem gemeinsamen Lied. Ich glaube es war ein afrikanisches Willkommenslied, welches einfach nachzusingen war und uns mit Trommelbegleitung schnell in gemeinsame Schwingungen versetzte. In der Vorstellung ging es auch um die Frage des persönlichen Weges zur Wildnispädagogik.

Für mich war die Antwort auf diese Frage ein Teil meines Weges, den ich ohnehin schon begonnen habe.

Außerdem sagte ich, dass ich die Sicherheit für diesen Weg in den Spuren der Natur und den Spuren in mir finden möchte. Eine Selbstwegfindung sozusagen. Ich hoffe das man ungefähr verstehen kann, was ich damit meine. Die Runde an sich hatte eine solche Wirkung auf einige Teilnehmer, dass sogar die ein oder andere bewegende Träne nicht zu unterdrücken war. Da ich diese Vorstellungsrunden aus der ein oder anderen Fortbildung der letzten drei Jahre kannte, hatte ich einen ungefähren Vergleich. Ich habe bemerkt, dass es in keiner vorherigen Vorstellungsrunde so schnell ans sogenannte “Eingemachte” ging. Es war schön und überwältigend, sogar mitreißend zugleich.

Meine Annahme dazu war, dass die gemeinsamen Lieder uns in eine Schwingung versetzten und die anfängliche Distanz schneller abbauten, was so in keiner anderen Fortbildung vorher praktiziert wurde. Die Echtheit der Lehrer und die Selbstverständlichkeit der Gesänge trug viel dazu bei.

Anschließend gab es einen Ausblick auf das Wochenende und die gesamte Fortbildung. Gegen 22:00 Uhr waren wir fertig und hatten noch “Freizeit”. Da mich die Menschen und deren Bewegründe und Geschichte interessierten, saß ich mit einer Teilnehmerin noch bis Mitternacht im Tipi an der Feuerschale. Wäre der nächste Tag nicht voll von Themen und Ausbildung gewesen, hätten wir bis zum Morgengrauen weiter gequatscht. Aber so ging es erstmal ab ins Zelt und damit ins Traumland. Die Nacht war zwar nur ein paar Grad über Null warm, aber mit dem richtigen Schafsack kann man es natürlich gut aushalten.

Coming soon Freitag, 21.04.2017 – das Mindset, die Philosophie der Wildnispädagogik und der Baummarder in mir. 😉 

Ich hoffe zeitnah wieder zum schreiben zu kommen. Bis dahin wünsche ich euch eine entspannte Zeit.

PS: Am 11.05. geht schon das nächste Wochenendmodul los. Also bis dahin, draußen ist immer! Euer Gregor

Gregor-Malschofsky-Wildnispädagogik-2017

 

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